Völkerschlacht bei Leipzig 1813

Die für die Freiheit Europas kämpfenden Scharen

Ausstellung  zur Völkerschlacht bei Leipzig 1813 im Schloss Markkleeberg  „1813 Kampf für Europa – Die Österreich-Ausstellung“

Die Völkerschlacht bei Leipzig war ein Wendepunkt im Abwehrkampf gegen Napoleon. Österreichische, preußische, russische und schwedische Truppen kämpften von 16. bis 19. Oktober 1813 gegen die Franzosen, die sich nach der Niederlage nach Frankreich zurückziehen mussten. 500.000 Soldaten kämpften in der Schlacht, 90.000 sind gefallen.

Warum war Sachsen ausgerechnet an den Exponaten aus dem Salzburger wehrgeschichtlichen Museum (SWGM) interessiert? „Es geht darum, endlich die Rolle der Österreicher im Abwehrkampf gegen Napoleon zu würdigen“, beantwortete Wolfgang Gerlach vom Förderverein „Historisches Torhaus zu Markkleeberg 1813“, der die Jubiläumsausstellung organisierte, eine diesbezügliche Frage in einem Gespräch mit den Salzburger Nachrichten.

 

Harald Gredler, der Kustos für historische Waffen, hat für Leipzig eine großartige Sammlung von Objekten zusammengetragen. Gezeigt wurden Ausrüstung und Bewaffnung aller Waffengattungen der Österreicher und der Franzosen, Originaldokumente, Gegenstände des Alltagslebens, Orden und vieles andere.

 

Darstellung der k.k. Armee mit ihrer Ausrüstung, ihren Uniformen und Einsätzen.

Die Ausstellung zeigte inbesondere:

  • das österreichische Originaldokument des Trachenberger Kriegsplans,
  • die österreichischen Truppen – Verteidiger des Schlosses Markkleeberg,
  • Schloss Markkleeberg in seiner Funktion als Gefechtsstand eines k.k. Armeeabteilungsstabes,
  • Kampfgebiet Schloss Markkleeberg,
  • Wohnkultur im Schloss, am Land und in der Stadt anno 1813,
  • das österreichische Heerwesen zur Zeit der Befreiungskriege,
  • berühmte Persönlichkeiten und Heerführer,
  • die Kampfverfahren, Taktik, Logistik und das Sanitätswesen,
  • die wechselhaften politischen Verhältnisse vor und nach der Völkerschlacht 1813 – Rückblick – Ausblick,
  • die Folgen für das Land Sachsen, die Zeit nach der Schlacht,
  • die schweren Zeiten der Bevölkerung aufgrund der Kriegswirren,
  • Grabungsfunde, Archivalien, Reglements, Dokumente, Portraits und künstlerische Arbeiten,
  • Orden, Schmuck und Münzsammlungen,
  • Gedenken und Traditionspflege im Laufe von zwei Jahrhunderten – eine kritische Würdigung aus historischer Sicht sowie
  • die Folgewirkungen dieser Ereignisse auf heutige Traditionsträger als lebendige Erscheinungsform der jährlichen Reenactment-Inszenierungen.

Mit über 9000 Besuchern war dies eine der erfolgreichsten Ausstellungen des SWGM.
In wechselndem Umfang zeigen wir seit 2014 Teile dieser Sonderausstellung  in unserer Dauerausstellung im SWGM.