Besuch in der Emsburg
Ein Ausflug mit Monsignore Franz Krispler gab Gelegenheit für einen Besuch in der Emsburg an der Hellbrunner Allee. Das Gebäude dürfte bereits verkauft sein, doch bewohnen es momentan noch die Halleiner Schulschwestern. Angeblich soll die Kapelle im ersten Stock (ursprünglich wohl der Festsaal) auch weiterhin für Gottesdienste genutzt werden können. Die Emsburg ist als ehemaliger Sitz des St.Ruperti-Ritterordens wehrgeschichtlich interessant. Außerdem hat unser Vorstandsmitglied Karl Gattinger unsere Vereinsauszeichnungen dem Kreuz des Rupertiordens nachempfunden. Der Orden sollte den Offiziersnachwuchs für das erzbischöfliche Militär sichern.
Vorder- und
Rückansicht der Emsburg
Ordenskreuz auf der Tür zum Untergeschoß
Inschrift über dem Tor zum Stiegenhaus, mit der Fürsterzbischof Johann Ernst von Thun die Emsburg dem 1701 gegründeten Ritterorden widmet.
In der großen Eingangshalle finden sich die lebensgroßen Porträts von fünf Ordenskommandeuren:
Johann Ernst Warmund Graf Khuen von 1702 bis 1709
Franz Anton Freiherr von Rehlingen von 1710-1713
Joseph Anton Graf Plaz von 1714-1767
Josef Johann Nepomuk Dückher Freiherr von Haßlau auf Urstein und Winkl von 1767–179
Leopold Anton Graf Lodron von 1798-1802
Im Raum über der Eingangshalle steht ein schöner Kachelofen aus der Entstehungszeit des Schlosses mit militärischen Motiven.
Der Kapellenraum zeigt einen Umbau im Rokokostil.
http://de.wikipedia.org/wiki/Orden_des_St._Ruperti
GATTINGER Karl: Über die
Insignien des Salzburgischen St. Ruperti-Ritterordens, in: Mitteilungen der
Österreichischen Gesellschaft für Ordenskunde 11/2004