Reisetipps

Passeiertal/Südtirol

Bilder von Harald Gredler

Das Tal der Passer ist ein linkes Seitental der Etsch zwischen den Ötztaler Alpen an der Westseite und den Sarntaler Alpen an der Ostseite. Es zieht sich knapp 50 km aufwärts zum Timmelsjoch.

Der Name "Passeier"  geht auf die ursprünglich rätoromanische Besiedelung zurück und ist vermutlich auf die Ortsbezeichnung pra de sura bzw. prasüra (etwa "oben gelegene Wiese") zurückzuführen.

Wegen seiner Nord-Süd-Lage war Passeier ein historischer Fernhandelsweg. Saumpfade verbanden es über der Timmelsjoch mit dem Ötztal und dem oberen Inntal einerseits sowie über den Jaufenpass mit Sterzing, dem Brenner und Innsbruck andererseits.

Im 13. und 14. Jahrhundert erwarben sich einige Bauern das Recht, in den niederen Adel aufzusteigen, wenn sie sich verpflichteten, einem Lehnsherrn im Kriegsfall mit der Waffe zu dienen; im Gegenzug sicherte der Lehnsherr Steuer- und Abgabenfreiheit zu. 11 dieser ehemaligen Bauern-Adelshöfe (Schildhöfe genannt) sind in Passeier erhalten; einer von ihnen in Saltaus ist zu einem Hotel der gehobenen Klasse umfunktioniert.

 
 

Bekannteste historische Persönlichkeit aus Passeier ist Andreas Hofer, der gescheiterte Tiroler Volksheld aus St. Leonhard (1810 im Mantua hingerichtet). Sein Geburtshaus, der Sandwirt, ist heute eine zentrale Touristenattraktion mit Dokumentationszentrum, Museum, zwei Gedenkkapellen und Gaststätte.





Andre Hofers Kleidung                                                 Hofers Abschied


Waffen aus den Befreiungskriegen                            Erzherzog Johann                


Andreas Hofer empfängt eine Ehrengabe des Kaisers in Innsbruck                                         Hofers Auszeichnungen